Der hölzerne turm

Der erste Aussichtsturm auf dem Sonnenberg wurde auf Initiative von Personen aus dem Rheinfelder Kurverein errichtet. Der 1867 gegründete Verein verfolgte laut Statuten die «Hebung Rheinfeldens als Badeort». Den Kurgästen wollte man den Aufenthalt in Rheinfelden so angenehm und interessant wie möglich gestalten. So bemühte sich der Verein u.a. um die Verschönerung des Stadtbildes und legte Spazier- und Wanderwege an. Er erschloss Aussichtspunkte wie das Känzeli südwestlich von Rheinfelden und unterstützte den Bau eines Turms auf dem Sonnenberg, den ein Komitee unter der Leitung des Rheinfelder Arztes Emil Wieland plante. Wieland war Gründungsmitglied des Kurvereins und gehörte dessen Vorstand an. 

Im Oktober 1875 überwies der Verein 600 Franken an den Rheinfelder Franz Martin Beck für die Errichtung eines hölzernen Aussichtsturms. Der Betrag verstand sich als Darlehen an Wielands «Sonnenbergthurm-Comitee». Neben Beck war als weiterer Handwerker Zimmermann Urech aus Karsau am Turmbau beteiligt. Am 23. Oktober 1875 fand die Einweihung des ersten Sonnenbergturms – auch Hochwacht genannt – statt. Offenbar fühlte sich niemand so recht für die Betreuung des Turms verantwortlich. 1880 kam aus dem Gemeinderat Maisprach der Vorschlag, mit den Gemeindevorstehern von Magden, Möhlin und Rheinfelden über den Unterhalt der Aussichtsanlage auf dem Sonnenberg zu sprechen. Doch in den kommenden Jahren zerfiel die anscheinend nicht besonders solide gebaute Holzkonstruktion. Um 1890 überlegte das Komitee um Emil Wieland den Bau eines neuen Turms, diesmal aus Eisen oder Stein. Zur Ausführung gelangte das Vorhaben allerdings nicht. «Sonnenbergfreund» Hans Jäger nahm die Sache selbst in die Hand und sammelte Geld für einen Aussichtsturm. Mit Zeitungsartikeln weckte er das Interesse am Projekt, und ein Mechaniker aus Rheinfelden entwarf kostenlos einen Plan für einen 15 Meter hohen Eisenturm. 

Unterstützung erhielt Jäger auch an seinem Wohnort. Ein Konzert des Männerchors, des Töchterchors und der Musikgesellschaft sowie einiger Solisten aus Basel in der Maispracher Kirche brachte 50 Franken für den Aussichtsturm. Jäger selbst bemühte in den umliegenden Gemeinden des Sonnenbergs, in Maisprach, Zeiningen, Möhlin, Magden und Rheinfelden, finanzkräftige Leute um eine Spende. Auf den Namen des Maispracher Männerchors eröffnete er 1894 bei der Ersparniskasse Rheinfelden ein Konto zu Gunsten des geplanten Turms. 1898 zog Jäger nach Allschwil, was den weiteren Verlauf des Projekts verzögerte.

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Aufsatz von Albert Stalder, 1894

Der Oberschüler Albert Stalder, 8. Klasse schrieb in sein Aufsatzheft einen Brief mit dem Inhalt: Sonnenbergturm.

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Bau des Sonnenbergturms 1913

Ein Beitrag von Linus Hüsser zum 100jährigen Bestehen des Aussichtsturms auf der "Fricktaler Rigi".

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100 Joor Sunnebergturm 2013

Im Jahr 2013 feierten die Gemeinden Magden, Möhlin, Maispach, Rheinfelden und Zeiningen das Bergfest zum 100. Geburtstag des Turms.

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Impressionen vom Fest: 100 Joor Sunnebergturm 2013